Public‑Private Partnership (PPP) — Brunei Darussalam
Ein langfristiges Vertragsmodell, bei dem die Regierung von Brunei einen privaten Akteur beauftragt, öffentliche Vermögenswerte oder Dienstleistungen zu entwickeln, zu betreiben oder zu finanzieren, wobei Risiken geteilt und Zahlungen an die Leistung gekoppelt sind.
Definition
Public‑Private Partnership (PPP) in Brunei Darussalam wird vom Ministry of Finance als ein langfristiger Vertrag zwischen der Regierung und einem privaten Akteur für die Entwicklung und/oder das Management eines öffentlichen Vermögenswerts oder einer Dienstleistung definiert, wobei der private Partner erhebliche Risiken tragen kann und die Vergütung wesentlich an Leistung und/oder Nachfrage gekoppelt ist (MOF PPP Guidelines, [1]).
Abgrenzung zur konventionellen Beschaffung
Die Guidelines unterscheiden PPP von konventioneller Beschaffung durch längere Vertragslaufzeiten, explizite Risikoverteilung zwischen den Parteien, mögliche Nutzung privater Finanzierung und einen Output/Leistungsfokus anstatt rein inputorientierter Spezifikationen (MOF PPP Guidelines, [1]). Zahlungsmechanismen können mengen‑ oder verfügbarkeitsbasiert sein (MOF PPP Guidelines, [1]).
Praktische Konsequenz für Anbieter
Die Guidelines geben an, dass private Unternehmen häufig ein Konsortium oder ein Special Purpose Vehicle (SPV) zur Angebotsabgabe bilden; das SPV kann Eigenkapital oder Fremdkapital zur Projektfinanzierung aufnehmen und wird gemäß dem vertraglich vereinbarten Zahlungsmechanismus vergütet, wenn Leistungs‑ oder Nutzungsanforderungen erfüllt sind (MOF PPP Guidelines, [1]; [1]).
Quellen
Überprüft: 27. Oktober 2026