Rund 70 Ausschreibungen in 120 Tagen und ein angekündigtes Volumen von EUR 121.2M machen gezielte Auswahl wichtiger als breite Suche.
Die deutsche Forschungs- und Entwicklungsbeschaffung wirkt auf den ersten Blick wie ein Markt im dreistelligen Millionenbereich. EUR 121.2M angekündigtes Volumen bei rund 70 Ausschreibungen klingt nach großen Einzelchancen, wird aber von wenigen Großvorhaben verzerrt.
Der ausgewiesene Durchschnitt von EUR 5.8M gegenüber einem Median von EUR 294K zeigt, wo die laufende öffentliche Beschaffung tatsächlich stattfindet: in vielen kleineren Verfahren mit realistischem Zugang für neue Anbieter. Das Gesamtvolumen ist daher kein verlässlicher Maßstab für die typische Ausschreibung.
Ausschreibungen · 120 Tage
1% des gesamten Marktes in Deutschland
Durchschnittlicher Auftrag
Median €294K
Vergabestellen
Kommunen, Versorger, staatliche Stellen
Aktuell offen
18 neue pro Woche
Neue Ausschreibungen auf service.bund.de und weiteren offiziellen Portalen erscheinen, sobald sie veröffentlicht werden.
Alle anzeigenMarktanalyse
Das zentrale Bild ist eine extreme Spreizung zwischen Durchschnitt und Median. Wenige große Bau- und Infrastrukturvorhaben, darunter ein Verfahren im Umfang von EUR 110.5M, ziehen den Durchschnitt nach oben, obwohl der Median bei EUR 294K liegt. Für Anbieter ist das entscheidend: Wer den Markt über das Gesamtvolumen liest, plant auf Großprojekte hin und überschätzt den typischen Auftragswert.
Die laufende Forschungs- und Entwicklungsbeschaffung liegt in kleineren, wiederkehrenden Vergabeverfahren. Dort beginnt der realistische Marktzugang. Die Nachfrage entsteht nicht bei einem Auftraggeber und nicht in einem einzigen Sektor.
Kommunen, Krankenhäuser, Hochschulen und staatliche Unternehmen beschaffen mit wiederkehrenden fachlichen Mustern, auch wenn wenige Stellen die Wertseite dominieren. Für die Vertriebsstrategie heißt das: nicht der größten Ausschreibung hinterherlaufen. Finden Sie stattdessen die Auftraggeber und Kategorien, bei denen Ihre Lösung wiederholt passt.
Wer diese Wiederholung erkennt, baut einen belastbaren Zugang zur öffentlichen Beschaffung auf. Das Volumen ist an der Spitze stark konzentriert, die Gewinnerbasis jedoch breit. Die meisten erfolgreichen Unternehmen erhielten im betrachteten Zeitraum nur einen Zuschlag.
Der Markt ist damit wettbewerbsintensiv, aber für neue Anbieter nicht verschlossen. Entscheidend sind nicht maximale Auftragswerte, sondern die Schnittmenge aus wiederkehrendem Bedarf, passender Vertragsgröße und eigener Leistungsfähigkeit. Neue Anbieter sollten genau dort ansetzen, wo diese Faktoren zusammenfallen.
Die wichtigsten Auftraggeber im Blick · Ausschreibungen · 120 Tage
| Organisation | Ausschreibungen | Ausgeschriebener Wert |
|---|---|---|
| Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | 23 | €5.3M |
| Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) | 18 | €1 |
| Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt | 13 | €206.7M |
| Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung | 12 | €3.5M |
| Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Referat Z2 | 10 | €0 |
| Eisenbahn-Bundesamt | 10 | €4.5M |
Die größten Auftraggeber bündeln 99% des offengelegten Werts, doch kleinere Ausschreibungen schaffen Einstiegschancen für neue Anbieter.
Was Otnox leistet
Otnox bewertet jede Ausschreibung anhand Ihres Anbieterprofils und ordnet Auftraggeber, Wettbewerb und Erfolgschancen ein.
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47,000+ Vergabecodes aus CPV, NAICS, UNSPSC und weiteren Systemen, in einer Taxonomie gebündelt, damit eine Suche in einem Markt in allen 80+ funktioniert.
Das Vorgehen
Suchen Sie Ausschreibungen nach der CPV-Abteilung 73 statt nach allgemeinen Suchbegriffen. Prüfen Sie jedes Vergabeverfahren im Kontext des Auftraggebers, des Verfahrens und des Leistungsumfangs. Beobachten Sie anschließend die öffentlichen Auftraggeber, die in Ihrer Fachkategorie wiederholt beschaffen. Auf service.bund.de erkennen Sie so, wann ein Bedarf wiederkehrt, welche Vergabeverfahren zu Ihren Referenzen passen und wo sich eine Teilnahme wirtschaftlich lohnt. Aus einzelnen Bekanntmachungen wird ein belastbares Zielbild für Ihren Vertrieb.
Der nächste Hebel ist die Auswahl der richtigen Einstiegsebene. Zielen Sie auf Ausschreibungen unterhalb der großen Schwellenwerte, wo der Wettbewerb häufig weniger dicht ist, und wählen Sie Vertragsgrößen, die zu Ihren Kapazitäten und Nachweisen passen. Otnox übernimmt die laufende Ausschreibungsüberwachung, bewertet neue Verfahren nach Relevanz und bündelt die Aktivitäten passender Auftraggeber. So entfällt die manuelle Suche über viele Vergabeportale. Otnox liefert eine priorisierte Arbeitsgrundlage für Angebotsentscheidungen und macht sichtbar, welche kleineren Aufträge sich als Referenz für die nächste öffentliche Beschaffung eignen. Mit Otnox wird aus Beobachtung ein planbarer Marktzugang.
Suchbegriffe schärfen
Nutze service.bund.de als Primärquelle und suche im CPV Bereich 73 zusätzlich nach Begriffen wie Machbarkeitsstudie, Pilotprojekt und Versuchsanlage. Prüfe jede Ausschreibung nach Frist, Eignung und Referenzen.
Kleinere Aufträge zuerst
Priorisiere Aufträge für Forschung und Entwicklung nahe dem Median von EUR 294K, um belastbare Referenzen aufzubauen. Nutze diese Nachweise bei größeren Ausschreibungen und setze EUR 5.8M nicht als Maßstab.
Wichtige Auftraggeber priorisieren
99% des Werts entfallen auf wenige Auftraggeber. Priorisiere Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt; belege sie mit Projektreferenzen.
Otnox gezielt einrichten
Richte Otnox so ein, dass neue Ausschreibungen im CPV Bereich 73 überwacht, nach Passung bewertet und bei hoher Relevanz gemeldet werden. Hinterlege Auftraggeber, Suchbegriffe und Fristen.
In den vergangenen 120 Tagen wurden in Deutschland rund 70 Ausschreibungen zur Forschungs und Entwicklungsbeschaffung mit einem angekündigten Gesamtvolumen von EUR 121.2M veröffentlicht. Das entspricht etwa 18 Verfahren pro Monat oder rund vier pro Woche. Zuletzt nahm das Ausschreibungsvolumen deutlich zu, besonders im Juni und Juli.
Der Median von EUR 294K beschreibt die typische Größenordnung besser als der Durchschnitt von EUR 5.8M. Das Gesamtbild ist durch ein einzelnes Großvorhaben im Umfang von EUR 110.5M stark verzerrt. Viele Forschungs und Entwicklungsbeschaffungen liegen daher deutlich unter dem Durchschnitt und können für kleinere Anbieter zugänglicher sein.
Die Nachfrageseite umfasst rund 40 aktive öffentliche Auftraggeber. Dazu gehören unter anderem die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie Forschungseinrichtungen wie das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. Die wertbestimmenden Auftraggeber vereinen 99% des offengelegten Werts.
Eine belastbare durchschnittliche Bearbeitungszeit lässt sich aus den verfügbaren Marktdaten nicht ableiten. Die tatsächliche Frist steht in jeder Bekanntmachung auf service.bund.de. Prüfen Sie frühzeitig Teilnahmebedingungen, Eignungsnachweise, Leistungsbeschreibung und Fragenfristen, damit Aufwand und Entscheidung realistisch planbar bleiben.
Die Marktdaten enthalten keine gesonderte Auswertung nach Herkunft der Anbieter. Ausländische Unternehmen sollten deshalb jede Bekanntmachung einzeln prüfen, insbesondere Sprachvorgaben, Eignungsnachweise, Fristen und Anforderungen an Referenzen. Ob ein Verfahren geeignet ist, entscheidet sich anhand der konkreten Vergabeunterlagen, nicht anhand des Marktüberblicks.
Ein Einstieg ist realistisch, aber nicht ohne Auswahl. Großprojekte und die dominierenden Auftraggeber sind schwer zugänglich. Zahlreiche kleinere Ausschreibungen für Forschungs und Entwicklungsleistungen bieten dagegen Möglichkeiten, passende Referenzen aufzubauen. Entscheidend ist eine gezielte Auswahl nach Leistungsprofil, Auftraggeber und Umfang, statt nur auf das Gesamtvolumen zu schauen.
Die maßgeblichen Bekanntmachungen zu deutschen Forschungs und Entwicklungsbeschaffungen finden Sie auf service.bund.de. Suchen Sie dort nach Forschungs und Entwicklungsleistungen und nutzen Sie den CPV-Bereich 73 als Filter. Prüfen Sie stets Originalunterlagen, Fristen, Nachweise und Änderungen des jeweiligen Vergabeverfahrens.
Das Wettbewerbsumfeld ist uneinheitlich: Wenige sehr große Vorhaben prägen den Wert, während viele kleinere Ausschreibungen andere Anbieter ansprechen. Die Nachfrageseite ist stark konzentriert. Die wertbestimmenden öffentlichen Auftraggeber stehen für 99% des offengelegten Werts. Das beschreibt Auftraggeberkonzentration, nicht die Verteilung der Zuschläge.
Richten Sie Suchprofile für Forschungs und Entwicklungsbeschaffung ein und prüfen Sie neue Bekanntmachungen regelmäßig auf service.bund.de. Kombinieren Sie den CPV-Bereich 73 mit Suchbegriffen zu Technologie, Studie oder Entwicklung. Achten Sie zusätzlich auf Auftraggeber, Frist, Leistungsumfang und Eignungsanforderungen und beurteilen Sie danach die fachliche Passung, nicht nur den Auftragswert.
Otnox hilft Anbietern, die deutsche Forschungs und Entwicklungsbeschaffung systematisch zu bearbeiten. Statt sich vom Durchschnittswert EUR 5.8M leiten zu lassen, können sie wertbestimmende Auftraggeber priorisieren, kleinere Bekanntmachungen auf service.bund.de beobachten und passende Verfahren für den Referenzaufbau herausfiltern. So wird aus Marktvolumen eine konkrete Bearbeitungsliste.
Weitere analysierte Märkte
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