Das Klima verändert sich spürbar - auch in Deutschland nehmen Extremwetterereignisse wie Hitze, Starkregen und Hochwasser zu. Das Bauwesen zeigt dabei eine hohe Verletzbarkeit, was zu gesundheitlichen Risiken und erheblichen Sachschäden führen kann. Während frühere Projekte wie Zukunft Bau 18.33 und 21.13 den Fokus auf klimafolgenangepasstes Bauen im Neubau legten, rückt angesichts von Ressourcen- und Klimaschutzzielen die Um- und Weiternutzung des Bestands, mit einhergehenden Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen, zunehmend in den Mittelpunkt. EU- und Bundesvorgaben, etwa durch die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) und dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), regeln die energetische Sanierung - eine Verpflichtung zur Klimafolgenanpassung besteht bisher jedoch nicht. Dennoch bieten aktuelle Baumaßnahmen am Bestand die Chance, mit geringem Mehraufwand auch Klimafolgenanpassung mitzudenken, zukünftige Schadensrisiken zu vermeiden und Synergien mit dem Klimaschutz zu nutzen. Dieses Forschungsprojekt widmet sich der Untersuchung von konkreten Einstiegsszenarien oder sogenannten Triggerpoints der Bestandsanpassung, an welche baulich-technischen Klimaanpassungmaßnahmen synergetisch angedockt werden können (z.B. Einstiegszenarien zum Wiederaufbau nach einem Schadensereignis, zu Instandhaltung und Modernisierung sowie (energetische) Sanierung von Bestandsgebäuden). Eine integrierte Planung erhöht die Zukunftsfähigkeit von Gebäuden und spart langfristig Kosten. Gerade für die integrierte Betrachtung von Klimaschutz und Klimaanpassung fehlen bisher praxisorientierte Planungshilfen. Ziel des Projektes ist daher die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens zum klimafolgenangepassten Bestand (Teil B). Dazu ist eine tiefgreifende Wissens- und Erkenntnisgrundlage zu erstellen, um vorhandenes Wissen zur Integration von Klimafolgenanpassung im Gebäudebestand zusammenzuführen, Einstiegsszenarien zu definieren und bestehende Wissenslücken systematisch zu schließen (Teil A).
Published
02.09.2026
Open for bids
02.09.2026
Deadline
07.10.2026
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